© Tim Krüger

Thomas Demand – Das Spiel mit der Erinnerung

Thomas DemandPhoto: C. Lange, 2011

Thomas Demand ist im weiteren Sinne Photograph – und zwar insofern, als dass er in Ausstellungen seine Photographien ausstellt. Die eigentliche Arbeit jedoch, die der Künstler, 1964 in München geboren, hat, ist der Bau der Modelle, die später photographiert werden. Diese wiederum basieren häufig auf Bildern von Tatorten und politisch symbolträchtigen Orten, die durch die Berichterstattung in Zeitungen und im Fernsehen Eingang in das kollektive Gedächtnis gefunden haben. Seine oft simplifizierten und in gewisser Weise abstrahierten Nachstellungen dieser Photographien und Orte sind als eine keineswegs bloß negativ zu nehmende Kritik an der Weise, wie mit Photographie über Ereignisse berichtet wird und wie diese rezipiert werden zu sehen.

Im Moment läuft im Fernsehen bei arte noch einmal der Film "Das Spiel mit der Erinnerung – Die Bilderwelt des Thomas Demand" (Deutschland, 2011), in dem Demand sehr tiefgreifend erklärt, was ihn motiviert. Es gibt auch einen kleinen Einblick in seine Arbeitsweise, die der Künstler nicht gerne zeigt.

Am Dienstag, 24. September 2013 um 4:25 Uhr läuft eine Wiederholung auf arte, derzeit ist der Film aber auch online zu sehen.